Tour de Mur 2014

Fotoalbum mit Bildern von der gesamten Tour.

Anfang des Jahres häuften sich plötzlich in den Pocket-Queries mit denen ich meine GSAK Datenbank aktuell halte Caches mit dem Namen "Tour de Mur" im Titel. Das ging über Tage, ja Wochen so und fiel mir natürlich irgendwann auf. Bald war klar, daß das nichts ist was man so an einem Wochenende abholen kann. Eine erste Recherche ergab, daß man mit öffentlichen Verkehrsmitteln schon fast einen ganzen Tag braucht um samt Rad von Wien nach St. Michael zu kommen.

Als sich dann im Sommer ein Zeitfenster öffnete in dem ich Wien für längere Zeit verlassen konnte, mußte ich immer wieder an diese Serie denken. Über 200 Doserln entlang dem Murradweg, 475km Natur ohne Zeitdruck und Stress. Ein etappenweises abholen wäre aus finanziellen Gründen sowieso nicht möglich gewesen. Wenn ich die Tour machen wollte, dann in einem Stück. Auch wenn sich die Distanz im ersten Moment recht groß anhört schrumpft sie doch auf eine erträgliche Etappengröße wenn man sie auf 10 Tage oder 2 Wochen verteilt.

Ich hatte 6 Wochen - mehr als genug für die Tour - zur Verfügung, also wurde die Planung ein wenig ausgeweitet. Letztendlich entschied ich mich für drei Abschnitte.
  • Wien - Gloggnitz
    Da gab es einiges neues, vorallem südlich von Wiener Neustadt abzuholen.
  • Semmering - Bruck an der Mur
    Auch da gab es einige Wanderungen und Runden die ich machen wollte.
  • Mur Ursprung - Bad Radkersburg
    Die Tour de Mur, zumindest der österreichische Teil.
Da ich vorhatte so oft wie möglich im Freien zu übernachten und entsprechend viel Gepäck am Rad haben würde, wollte ich mir die extremen Steigungen ersparen und natürlich so wenig wie möglich doppelt strampeln. Daher plante ich von Haus aus von Gloggnitz auf den Semmering und von Bruck nach St. Michael mit der Bahn zu fahren. Die Fahrt zur Sticklerhütte plante ich mit Post- und Tälerbus zu bewältigen.

Der erste Versuch den Esel zu beladen endete in einem Fiasko. Erstens gibt es für Federgabeln keine Aufhängevorrichtungen für (vordere) Packtaschen und zweitens war es natürlich viel zu viel. Also wurde am Tag des Aufbruchs nochmals drastisch, auf 30kg reduziert.

Der beladene Esel.
Immer noch eine ganze Menge, aber Schlafzimmer, Kleidung und EDV mußten halt irgendwie mit. Die Geocachingausrüstung sowieso. Zu Hause blieben das ganze Kletterzeug und die ganzen anderen lieben Werkzeuge die man sonst einfach im Kofferraum hat. Nur das notwendigste durfte mit und auch da hatte ich mich nochmals verschätzt.

Mit der S-Bahn gings dann bis zur Kernzonengrenze - ich hatte ja eine noch gültige Monatskarte der Wiener Linien - in Liesing dann ging es los. Zuvor wurde natürlich noch der Kilometerzähler am Rad zurückgesetzt.

Natürlich war ich nicht um 7:00 Uhr früh aus dem Bett gekommen. Ich bin kein Frühaufsteher und sah keinen Grund mir ausgerechnet im Urlaub neue schlechte Gewohnheiten zuzulegen. Der erste Nachmittag bestand hauptsächlich darin sich an das Gewicht am Rad zu gewöhnen und möglichst weit zu kommen. Nur das tägliche Doserl wurde gesucht - und gefunden. Ansonsten war bei strahlendem Sonnenschein - und entsprechenden Temperaturen - Kilometerfressen angesagt.

3. Juli - 1 Fund

Ich kam bis kurz vor Wiener Neustadt und schlief gleich neben dem Radweg entlang dem Kanal im Freien. Und das war gut so, denn obwohl es unter Tags sehr heiß war, war die Nacht durch den starken Ostwind äußerst erfrischend. Zu erfrischend. Der Schlafsack den ich mithatte war zwar kompakt und leicht, aber eindeutig zu dünn. Nach einem Cachetag in Wiener Neustadt bunkerte ich mein Gepäck in einem Schließfach am Bahnhof, fesselte mein Fahrrad und fuhr mit der Bahn zurück nach Wien um dort zu schlafen und vorallem einen wärmeren Schlafsack zu holen.

4. Juli - 14 Funde

Am nächsten Tag ging es wieder mit der Bahn nach Wiener Neustadt und bevor ich den Esel wieder belud wurden noch einige weitere Doserln in der Umgebung des Bahnhofs geholt. Ohne Gepäck ging das doch um einiges leichter und schneller.

Irgendwann war Wiener  Neustadt dann fertig und mit frisch beladenem Esel ging es weiter. Am Abend kam ich dann in Linsberg - der Ortschaft - vorbei und wurde von einem Schild mit der Aufschrift "Himbeersturm" gefangen das vor der Schloßtaverne Linsberg stand. Da ich total Himbeerdeppat bin und noch nie von sowas gehört hatte, mußte ich den natürlich probieren.

Der war sehr, sehr lecker.

Aber nach dem 2. Glas entschuldigte ich mit mit den Worten: "Ich würde mich ja wirklich gerne mit dem Zeug vernichten, aber ich muß noch radfahren und einen Platz zum Schlafen suchen." Spontan bot mir der Wirt an im Gastgarten zu übernachten und verständigte sogar die Kellnerin, daß da einer im Garten liegt und sie sich am nächsten Tag nicht erschrecken sollte.

5. Juli - 5 Funde

Nach zwei weiteren Gläsern schlief ich wie ein Teuferl nach einem Gangbang im Paradies. Am nächsten morgen gabs dann sogar ein Frühstück. Das ist insoferne was besonderes, da es sich bei der Taverne eigentlich um ein normales Speiselokal handelt das in der Regel kein Frühstück anbietet. Aber die Kellnerin zauberte mir aus den vorhandenen Zutaten ein recht gutes Ham&Eggs.

So gestärkt ging es weiter Richtung Pitten um dort die "Achtung Bissig"-Runde zu machen. Aber irgendwie kam ich damit ein wenig zu weit südöstlich und ich mußte zusehen, daß ich wieder zurück und auf Kurs kam. Also ging es mit dem Zug zurück nach Wiener Neustadt. Im Zug ergab sich ein nettes Gespräch mit einer Musiklehrerin das wir im Bahnhofsbuffet fortsetzten. Irgendwann war der Regen dann vorbei und es wurde Zeit weiter Richtung Neunkirchen zu fahren.

6. Juli - 19 Funde

Viel war vom Tag nicht mehr übrig und ich suchte mir bald einen Platz zum schlafen. Am nächsten Tag ging es nach einigen weiteren Doserln weiter nach Ternitz. Da hab ich aber wegen eines überraschenden Regenschauers ein wenig geschummelt. Zum einen lag nicht viel ungehobenes am Weg zum anderen lag ich sowieso schon hinter dem Zeitplan.

Also fuhr ich gleich mit der Bahn von Ternitz, mit einem Zwischenstop in Gloggnitz weiter auf den Semmering. Eine sehr schöne Bahnfahrt die ich jedem nur empfehlen kann. Was ich nicht empfehlen kann ist der Abschneider vom Bahnhof zum Pass. Vorallem nicht mit Gepäck. Ich mußte den Schultergurt der großen Packtasche bei der Sattelstütze einhängen um die Steigung zu bewältigen. Aber irgendwie hab ich es geschafft und saß gegen Abend, als es geade wieder zu regnen begann im Gastgarten der Pension links von der Hauptstraße. 

Da ich sowieso dringend eine Dusche und auch etwas Strom brauchte buchte ich ein Zimmer und nutzte den Abend um die ersten Logs zu schreiben.

7. Juli - 7 Funde

Das mit dem Loggen unterwegs war ein Problem für sich. Zum einen hatte ich nur mein kleines Netbook mit, daß naturgemäß nicht besonders schnell ist. Auf der anderen Seite schleppe ich einen ganzen Haufen Trackables mit, die alle ihren Besuch bei den gefundenen Caches vermerkt haben wollen. Und wenns kein WLAN gibt ist mobiles Internet - vorallem abseits der Ballungsräume - auch nicht immer so schnell wie uns die Werbung verspricht.

Gleich und online nach jedem Fund zu loggen wollte ich aber auch nicht, da man unter Umständen doch einmal etwas mehr schreiben möchte. Aber das kostet auch Zeit und ich wollte das Tageslicht so weit wie möglich ausnutzen um zu cachen und natürlich auch um weiterzukommen.

Begegnung am Ende der Johannespromenade
Am nächsten morgen ließ ich Rad und Gepäck in der Pension und schonte meinen Hintern mit der Johannes-Promenade. Eine kleine Wanderrunde mit ein wenig Beifang. Der Arsch war glücklich, die Beine verfluchten mich. Der Weg war streckenweise doch etwas anstrengender als die Beschreibung vermuten ließ. Irgendwie lässt einen der Name "Promenade" doch eher an so einen geschotterten Weg um einen See denken. Der Semmering hat aber mit einem See nur drei Buchstaben gemeinsam, sonst nix.

Nach einem kleinem Mittagessen war ich dann doch froh wieder auf dem Rad zu sitzen und Richtung Süden zu rollen. Alles lief gut bis mich vor Mitterndorf wieder der Regen erwischte. Diesmal aber richtig. An eine Übernachtung im Freien war nicht mehr zu denken. Nicht direkt wegen des Regens sondern wegen der Frage wie ich das Zeug am nächsten Tag vor dem einpacken wieder halbwegs trocken bekommen sollte.

Also stand ich gegen 22:00 in eine 2m² großen Wasserlacke vor der Schank im Gasthof zur Post in Mitterndorf und fragte: "Habt Ihr eine heiße Dusche mit Zimmer für mich?"

8. Juli - 20 Funde

Labung auf der Kindbergrunde.
Sie hatten und ich verlängerte gleich am nächsten morgen für eine weitere Nacht, da ich unbedingt die Kindbergrunde machen wollte. Von Mitterndorf nach Kindberg ist es nicht weit, aber am Abend war ich dann doch so erledigt, daß ich zurück nach Mitterndorf mit der Bahn fuhr.

Wenn ein Steirer von "leicht ansteigend" spricht, dann mag ein Tiroler das als kaum merkliche Bodenunebenheit interpretieren. Aber für einen Wiener bedeutet das: "Bist Du deppat, do gehts owa urndlich aufe!" und sollte als deutliche Warnung verstanden werden.

Doch die Runde  war sehr schön... und schön anstrengend. Und ich war sehr froh mich für zwei Nächte mit Bett entschieden zu haben, da es auch in dieser Nacht wieder regnete.

9. Juli - 24 Funde

Lost Place am Weg.
Aber am nächsten Tag schien wieder die Sonne und weiter ging es Richtung Kapfenberg. Natürlich versuchte ich am Weg soviele Doserln wie möglich mitzunehmen, aber das Mürztal mit seiner Schnellstraße und der Bahnlinie ist da recht tückisch. Oft denkt man, daß der nächste Cache ja eh direkt am Weg liegt um dann festzustellen, daß man für die letzten 100m einen 5km weiten Umweg fahren müßte um unter einem oder beiden Hindernissen durchzukommen. Oder man hat einfach einmal 3 Höhenlinien auf der Karte übersehen.

Ich machte an diesem Tag ein wenig früher Schluß und suchte mir bald einen Platz zum Schlafen, da ich direkt in Kapfenberg nur wenig Hoffnung sah, daß sich etwas anbieten würde.

10. Juli - 12 Funde

Im Vorfeld hatte ich natürlich einige Mysteries gelöst und auch an den Abenden in denen ich ein Zimmer zur Verfügung hatte war ich nicht untätig geblieben. So konnte ich in Kapfenberg außer einigen Tradis auch den einen oder anderen Mystery heben.

Da die Grenze zwischen Kapfenberg und Bruck fließend kam ich tatsächlich bis Bruck an der Mur und nachdem ich herausgefunden hatte, daß mein nächster Bahntransfer erst am nächsten Tag möglich ist, bunkerte ich mein Gepäck wieder in einem Schließfach. Ohne Gewicht konnte ich Bruck unbeschwert und zügig leercachen und mir in Ruhe die eine oder andere anspruchsvollere Dose zumindest ansehen.

Gegen Abend sah es dann leider wieder nach Regen aus und mit viel Glück konnte ich um 23:00 Uhr noch ein Zimmer im Baderhaus, direkt an der Mur finden. Um einen Schlafplatz im Freien zu suchen ist Bruck doch ein wenig zu dicht besiedelt. Aber ich bereue es nicht. Das Baderhaus steht unter Denkmalschutz und wurde von den Betreibern der Pension sehr, sehr liebevoll restauriert und eingerichtet. Sollte ich jemals noch in die Situation kommen eine Frau bezaubern zu wollen, dann fahre ich mit ihr genau dort hin.

11. Juli - 15 Funde

Grüner See in Tragöß
Am nächsten Morgen parkte ich mein Gepäck wieder in einem Bahnhofsschließfach und machte mich auf die Tragösser Tour. Eine sehr schöne Radtour, die aber aus landschaftlichen Gründen keine Runde ist.  Sie endet in wie der Name vermuten lässt in Tragöß. Der Anblick des Grünen Sees entschädigt dafür aber voll und ganz und von den inzwischen reifen Him- und Heidelbeeren brauchen wir gar nicht zu reden.

Am späten Nachmittag war ich wieder zurück und bestieg samt Esel und Gepäck einen Zug nach Unzmarkt um von dort weiter nach Tamsweg zu fahren. Allerdings gab es als ich in Unzmarkt ankam keinen Anschluß mehr. Ich verbrachte die Nacht im Freien in der Nähe des Bahnhofs und bestieg am nächsten Morgen nach einem Frühstück im Bahnhofsbuffet einen Zug der Steirischen Lokalbahnen nach Tamsweg.

Zum Glück hatte ich mit dem Zugsführer über die Bahn, ihre Zukunft und natürlich auch über meine Tour geplaudert, denn er machte mich darauf aufmerksam, daß mein Bus gegenüber vom Bahnhof in 10 Minuten abfährt.

Der nahm mich auch samt Esel und Gepäck mit nach St. Michael, aber dort war erst einmal Schluß. Der Bus Richtung Rotgülden wo man in den Tälerbus zur Sticklerhütte umsteigt fährt nämlich Sonntags nicht.

12. Juli - 15 Funde

Also suchte ich mir ein Quartier, steckte alles was hungrig war an und sammelte noch einige Doserln in und um Tamsweg ein, wobei ich diejenigen die zur Tour de Mur Serie gehören tunlichst liegen ließ. Die wollte ich mir einfach für die Tour, für meine Tour de Mur aufheben.

13. Juli - 6 Funde

Am Montag hab ich natürlich den ersten Bus verpennt. Zum Glück hatte am Vortag gegen Abend wieder der Regen eingesetzt und ich konnte sicherheitshalber noch ein tägliches Doserl holen. Um 14:05 saß ich dann im Bus und um 15:45 wechselte ich in den Tälerbus der mich auf 1750m zur Sticklerhütte bringen sollte.

14. Juli - 2 Funde

Die Sticklerhütte ist nur im Sommer bewirtschaftet und... einfach wunderschön. Das Essen ist exzellent und die Wirtsleute und das Personal ganz, ganz liebe Menschen. Meine Theorie, daß man über 1500m nur mehr normale Menschen trifft hat sich wieder einmal bestätigt. Fast hätte ich meine Pläne über den Haufen geworfen und wäre 2 Wochen dort geblieben. Trotz des Regens der am Abend wieder einsetzte fühlte ich mich als wäre ich gerade nach Hause gekommen.

Über Nacht kam ich dann wieder zur Vernunft und nach einem leckeren Frühstück machte ich mich auf den Weg zum Mur Ursprung. Auch wenn der #001 Tour de Mur direkt vor der Tür lag, ich wollte meine Tour ganz am Anfang beginnen. 

Die Wanderung zum Ursprung geht (wirklich) leicht ansteigend von der Hütte weg in einen Taleinschnitt mit einigen Almen. Nach ca. 90 Minuten erreichte ich die beeindruckende Quelle.

Mur Ursprung
Rundherum blühte es an jeder möglichen Stelle und der Anblick ist äußerst beeindruckend. Endlich war ich am zweiten Etappenziel auf 1920m Seehöhe. Leider konnte ich das Doserl dort nicht finden, da ich die Koordinaten für genauer hielt als sie tatsächlich sind, aber das war nicht so wichtig. 

Ich füllte eine kleine Wasserflasche direkt an der Quelle und machte mich nach einer kleinen Jause auf den Weg zum Vulkanland Südostzipfel. 211km Luftlinie lagen vor, und 151km Luftlinie und 12 Tage hinter mir.

Zurück bei der Sticklerhütte bestach ich Jakob, den Fahrer des Tälerbusses mein Gepäck mit nach unten zu nehmen, da die Strecke - wie ich am Vortag sehen konnte - doch recht herausfordernd schien.

Um 14:28 loggte ich den #001 - Tour de Mur und dann ging es los. Das Wetter war großzügig und ohne das Gewicht des Gepäcks war auch die Strecke kein Problem. Kurz vor 16:00 war ich bei #003 und meinem Gepäck. Nach dem zweiten DNF auf der Tour ging es mit beladenem Esel weiter zu Tale. Bis zur #013 sollte ich kommen, dann suchte ich mir einen Platz zum schlafen.

15. Juli - 16 Funde

Eines der Probleme im Murtal, genauso wie im Mürztal ist die Quartierfindung. Vorallem die späte Quartierfindung. Als Geocacher weiß man halt nicht so genau wie weit man an einem Tag kommt und nach 18:00 Uhr kann es durchaus sein, daß nicht einmal mehr das Telefon abgehoben wird. Außerdem ist der Juli sowas wie eine Nebensaison in dieser Gegend - habe ich mir sagen lassen.

Am nächsten Tag ging es dann weiter von Unternberg, an Tamsweg vorbei bis Murau. Was so nett und gemütlich begonnen hatte begann zusehends anstrengender zu werden. Von St. Michael bis Judenburg entpuppte sich der Radweg als ein Flickwerk aus Hofzufahrten. Und da die Erbauer dieser Höfe nicht dumm waren, haben sie nicht direkt neben der Mur sondern ein gutes Stück weiter oben am Hang gebaut. Aber natürlich mußten und müssen sie runter zu Fluß, Bahn und Straße.  Und das ist jetzt der Radweg.

Die Strecke besteht also aus einem permanentem Auf und Ab über 20-70 Höhenmeter, zum Teil mit nicht zu unterschätzenden Steigungen. Gefühlt habe ich das Rad in diesen ersten Tagen dreimal solange geschoben wie ich drauf gesessen bin.

Ich möchte das auf keinen Fall als Vorwurf an die Owner der Tour de Mur verstanden wissen. Er ist viel mehr an diejenigen gerichtet die für die Wegführung verantwortlich sind. Ich finde es sollte zumindest eine entsprechende Warnung geben, daß man den oberen Teil der Tour tunlichst ohne oder nur mit minimalem Gepäck machen sollte.

16. Juli - 25 Funde

Das tolle bei so einer Reise ist, daß man Sachen erlebt die sich einfach nicht planen lassen. Und an diesem Tag konnte ich zum erstenmal der Geburt eines Kalbes beiwohnen. Es mag dem einen oder anderen blöd vorkommen, aber ich fand es wunderschön und möchte das Erlebnis nicht missen.

Dieser Tag brachte mich noch bis zur #058 und dann noch bis Unzmarkt wo ich ausnahmsweise einen Campingplatz benutzen konnte.  Der liegt direkt im Freizeitpark (in dem auch ein Doserl liegt) und ist freundlicherweise frei zugänglich. Dadurch war es auch kein Problem, daß ich erst ankam als vom Personal gar niemand mehr da war. Abgerechnet wurde dann einfach beim Frühstück.

17. Juli - 19 Funde

Gleich nach dem Frühstück kapitulierte ich vor dem Jagdkommando Cache der dort liegt. Alleine habe ich mich ohne irgendeine Sicherung einfach nicht getraut. Aber dafür habe ich bei der Besichtigung die wirklich kapitalen Forellen unter der Brücke gesehen und alleine die waren den Zeitverlust mehr als wert.

Danach ging es weiter bis an den Stadtrand von Judenburg. Ich fand einen Schlafplatz direkt neben dem Radweg, ein Stück im Wald. Die Idee mir ein Quartier zu suchen hatte ich von vornherein verworfen da es wieder sehr spät geworden war.

18. Juli - 12 Funde

Von Judenburg ging es mit einem kleinen Abstecher durch die Apfelberger Au weiter bis vor Leoben. Der Weg entsprach inzwischen wesentlich mehr dem was ich erwartet hatte und ich kam trotz des Gepäcks gut voran.

19. Juli - 40 Funde

Toter Flusskrebs aus der Mur.
Am nächsten Tag stellte ich fest, daß in Leoben eine ganze Menge zu heben war und beschloß diese Caches nicht einfach links liegen zu lassen. Irgendwann radelte ich dann über den Hauptplatz und plötzlich stand Netcrocodile mit den Worten, "Do isser jo!" vor mir. Er und Juekru hatten sich einige T5 Caches in der Gegend vorgenommen und aus einigen Logeinträgen geschlossen, daß ich nicht weit sein konnte.

Rache der Rekruten #03
Wir setzten uns in ein Straßencafe, plauderten ein wenig darüber wie es kam, daß wir uns hier trafen und machten uns dann auf einige von den anspruchsvolleren Doserln zu machen. Ich hatte ja kein Kletterzeug mit und diese Doserln ausgeschlossen. Letztendlich wurde es dann nur die Rache der Rekruten #03 die ich mitnehmen konnte, aber es war eine sehr nette Abwechslung.

Irgendwann begann es wieder zu regnen und wir kehrten zum Hauptplatz zurück um noch eine Kleinigkeit zu essen. Als der erste Guß vorbei war machte ich mich wieder auf den Weg und kam noch bis zur #108 in der Nähe von Niklasdorf.

20. Juli - 23 Funde

Der darauffolgende Tag führte mich an Bruck an der Mur vorbei bis nach Frohnleiten. Ich begann bewußt früh nach einem Schlafplatz zu suchen, da ich gelernt hatte, daß das in einem so schmalen aber doch relativ dicht besiedeltem Tal gar nicht so einfach ist. Aber ich fand ein sehr schönes, ja fast romantisches Plätzchen quasi direkt am Murufer.

21. Juli - 37 Funde

Schlafzimmerfenster.
Den nächsten Tag begann ich mit einem Multi. Ich, der Multi-Ignorant schlechthin, aber der lag quasi vor meiner Haustür und war wirklich einfach.

Danach gings weiter bis nach Peggau wo ich noch das Murnockerl heben wollte. Das gelang auch, aber danach wurde ich zum zweitenmal so richtig vom Regen erwischt. Völlig durchnässt kam ich im Gasthof Bernthaler unter. Das riss zwar ein ziemliches Loch in mein inzwischen dahingeschmolzenes Budget war aber trotzdem die richtige Entscheidung. Ich konnte wieder einmal alles aufladen, hatte Internet, eine Dusche und ein Bett. Den Plan zwischendurch einmal in die Mur zu springen hatte das Wetter leider zu nichte gemacht.

Zu meinem Schreck hatte ich außerdem festgestellt, daß es die Caches aus dem Bezirk Südoststeiermark nicht in die vorbereitete GSAK-Datenbank geschafft hatten. Dank des zur Verfügung gestellten WLANs konnte ich diesen Fehler ausbügeln und hatte eine aktuelle Datenbank für die letzten Etappen.

22. Juli - 14 Funde

Radwege in Graz

Einigermaßen erholt ging es am nächsten Tag weiter nach und durch Graz. Die Stadt hielt natürlich mit ihrer hohen Cachedichte auf, aber zum Glück war ich nicht zum erstenmal in Graz. Trotz der Stadt schaffte ich es noch bis zum #171 kurz vor Wildon. Den letzten Teil der Strecke mußte ich übrigens wieder naß zurücklegen, da ich bei der Schatzinsel die Tiefe der Mur unterschätzt hatte, die mir prompt in die Wathose lief.

23. Juli - 28 Funde

Der Radweg war inzwischen wesentlich flacher und damit angenehmer zu fahren geworden, aber dafür sah man die Mur eigentlich nur mehr wenn man einmal die Seite wechselte. Dummerweise verläuft der Radweg auch nur durch kleinere Ortschaften wo es keine Supermärkte gibt. Das war insoferne ein Problem weil mir der Saft für meinen Garmin auszugehen drohte. Da ich das nicht dadurch beschleunigen wollte indem ich die Hintergrundbeleuchtung einschaltete, brach ich die vorletzte Etappe bei #207 ab und fand kurz vor Mureck noch ein sehr nettes Plätzchen zum übernachten.

24. Juli - 37 Funde

Kabinett in den Murauen.
Der letzte Tag der Tour begann mit schönem Wetter und einer unglaublichen Begegnung. Ich lag noch im Schlafsack, kochte Tee und sah mir am Tablet an was der Tag bringen würde. Plötzlich trat ein Reh aus dem Kukuruz. Es sah mich an und erkannte mich offensichtlich nicht als Mensch. Denn nachdem es mich eine Zeitlang angesehen hatte begann es seelenruhig neben mir zu grasen. Das Telefon und damit der einzige Photoapparat den ich mit hatte war dumerweise in einer der Packtaschen und ich wagte nicht aufzustehen um ihn zu holen. Irgendwann war es dann satt und verschwand wieder im Kukuruz. Mein Tee war auch ausgetrunken und ich konnte anfangen mein Lager wieder abzubauen.

Eine halbe Stunde später saß ich wieder auf dem Rad und es ging zügig voran, mein Batterieproblem wurde gleich in der nächsten Ortschaft gelöst und eine nette Bäckerei zum Frühstücken hatte ich auf gefunden. Zwar gab es außer der Tour in Mureck noch einiges anderes zu holen, aber ich war finanziell ziemlich am Ende und wollte auf jeden Fall erst einmal die Tour fertig machen.

Geschafft!
Am 25.7.2014 um 15:40 loggte ich #227. 10 Tage, eine Stunde und 10 Minuten nachdem ich bei #001 losgefahren bin.

Aber das war nur das offizielle Ende der Tour de Mur, mein Ende lag genauso wie mein Anfang der Murursprung war wo anders. Und zwar beim Vulkanland Südostzipfel wo die Mur neben einem verlassenem Grenzhäuschen endgültig Österreich verlässt. 

Trotz des leichten Regens machte ich mich auf den Weg auch diesen Cache noch zu erreichen.

Dazwischen lag noch ein anderes Doserl einer Runde in Bad Radkersburg aber um 17:30 konnte ich auch diesen Cache heben.

Auf dem Bild ist auch das Fläschchen zu sehen, daß ich 10 Tage zuvor an der Murquelle abgefüllt hatte. Das trank ich dann anstelle einer Piccolo, einfach weil es mir passender erschien als eine Flasche Sekt zu köpfen.

Am Weg zu diesem Cache hatte ich eine Bank mit wirklich schönem Blick auf die Mur, den Fluß der inzwischen eine ansehnliche Größe erreicht hatte gesehen. Ich fuhr zurück und setzte mich ans Ufer um die letzten Tage Revue passieren zu lassen. 

Am 3. Juli war ich mit 2 Tagen Verspätung aufgebrochen, 800km hatte ich inzwischen auf dem Fahrradtachometer. Weiß der Himmel wieviele Höhenmeter ich zwischen 1920 und 200m Seehöhe überwunden.

Der Fluß
Ich hatte tolle Sachen gesehen und einen ganzen Haufen liebe, nette Menschen kennengelernt. Es hätte noch wochenlang so weitergehen können. Vom anderen Ufer lockte der SGT und hier in dieser Gegend gab es auch noch einiges zu holen.

Aber ich hatte nur noch knapp € 50,- und es begann zu regnen.

Also machte ich mich halbherzig auf den Weg. Nein, nicht nach Hause, zur nächsten Dose am Weg zum Bahnhof natürlich. Einige Doserl später war ich dort und fand heraus, daß ich, wenn ich bis Spielfeld oder gar bis Graz zurückradeln würde doch noch ein wenig an der Bahnkarte sparen und damit mein Budget aufbessern könnte. 

Optimistisch cachte ich weiter bis ich in wieder in Mureck bei der alten Grenzstation landete. Die ist inzwischen ein kleines, nettes Kaffeehaus mit äußerst netten Betreibern. Inzwischen war das Gewitter in Dauerregen übergegangen und ich saß in einer Ecke und löste einen Mysti der RuM-Serie nach dem anderem. Irgendwann kamen wir ins plaudern und als ich ihnen erzählte, daß ich dann noch einen Schlafplatz suchen müßte boten sie mir spontan an, daß ich unter dem Haus - das steht auf Piloten - übernachten dürfe.

25. Juli - 26 Funde
Murturm bei Mureck

Das nahm ich natürlich dankend an und konnte am nächsten Tag zwei Fieldpuzzles lösen und auch noch einige Tradies abholen, die ich tags zuvor liegen gelassen hatte. Unter anderem besuchte ich diesmal auch den Murturm, nur das Doserl war leider nicht da. Dafür hab ich das geile Bild rechts machen können, was fast besser ist als der Punkt. Am Rückweg von Bad Radkersburg fuhr ich dann auf der slowenischen Seite der Mur und konnte einen kleinen Teil der SGT Serie machen.

Der Radweg dort ist wesentlich - sagen wir einmal - wilder. Genaugenommen ist es ein ziemlich verwachsener Feldweg. Astreine T4 werden dort als T3 eingestuft und man sollte auf jeden Fall lange Hosen anhaben.

Als ich am späten Nachmittag wieder bei der Grenzstation eintraf bekam ich nochmals das gleiche Angebot, was ich wieder annahm.

26. Juli - 21 Funde

Da ich dadurch weiter in der Gegend bleiben konnte, konnte ich die 2 Tage zuvor gelösten Mysteries auch noch abholen. Gerne hätte ich noch mehr von der SGT-Serie auf der slowenischen Seite gemacht, aber nach dem Regen standen dort zum Teil 50cm tiefe Lacken am Weg. Und wenn einem das Wasser obwohl man in den Pedalen steht von oben in die (wasserdichten) Schuhe läuft macht es einfach keinen Spaß mehr.

27. Juli - 23 Funde

Aber die Wetterprognose war schlecht und irgendwie fühlte ich mich so nah am finanziellen Nullpunkt nicht wohl. Deshalb ging es am nächsten Morgen direkt zum Bahnhof und über Spielfeld nach Graz.

Dort ergab es sich, daß ich einige Stunden auf einen Zug warten mußte der mich samt Rad nach Wien bringen würde. Also konnte ich noch einiges aus Graz mitnehmen, aber um 22:30 war ich dann wieder zurück in Wien und radelte von Meidling nach Hause.

28. Juli - 7 Funde

900km, 468 Funde, müde, hungrig und glücklich.

Meinen Dank an die Gruppe die die Tour de Mur ausgelegt hat und mich damit motiviert hat diese Reise zu machen. 

Meinen Dank an alle Owner entlang der Strecke, die sie mir damit noch interessanter und spannender gemacht haben.

Meinen Dank an alle lieben und netten Menschen die ich unterwegs getroffen habe.

Danke

SaschaVIE

PS: Mein 6000er, den ich mir auf dieser Tour holte wurde im 1. Versuch ein DNF. Das Mascherl bekommt - eigentlich zu Recht - einer der Tour de Mur Caches.

Nachtrag:

Nachdem ich den Bericht veröffentlicht hatte kamen einige Fragen die ich hier gerne beantworten möchte.

Wenn man ohne großes Gepäck unterwegs ist und sich auf die Doserln der Tour beschränkt, wie lange braucht man nur für die Tour?

Ich schätze das sollte in einer Woche zu machen sein, vielleicht sogar in 5 Tagen. Im Oberlauf ist es zwar anstrengend und man kann kaum große Tagesetappen schaffen, aber ab Judenburg geht es eigentlich recht gut dahin. Man darf auch nicht vergessen, daß man zum loggen der ~230 Dosen auch Zeit braucht. Da gehen gut und gerne 10 Stunden, also ein ganzer Tag dafür drauf. Es gibt entlang der Strecke genügend Gastronomie, Supermärkte und so weiter. Nur im letzten Teil muß man vielleicht ein wenig vom Radweg weg um etwas zu finden. Praktisch könnte man T-Shirts und Unterwäsche beim KIK immer dann ersetzen wenn es notwendig ist und den gebrauchten Krempel einfach entsorgen.

Das wirkliche Problem ist abzuschätzen wie weit man kommt und dann dort noch ein Quartier zu finden. Deshalb würde ich eher zu einer moderaten Planung raten und im Voraus buchen. Und wenn man im Voraus bucht, kann man sich ja Wäsche und Batterien vorausschicken und das dreckige Zeug dann in der gleichen Schachtel wieder heimschicken. Dann hat man wirklich nur mehr Zahnbürste, Pullover und Regenschutz am Buckel.

Wenn man nicht im Voraus buchen will, empfiehlt es sich vorher zu herauszufinden welche Pensionen - so im 5-10km Abstand - überhaupt in Betrieb sind und zu welchen Zeiten sie erreichbar sind. An dem Abend in Bruck habe ich eine Stunde herumtelefoniert bis ich ein Zimmer gefunden habe. Es kommt oft vor, daß da nach 18:00 einfach niemand mehr abhebt und schließlich wollen die auch mal eine oder zwei Wochen in Urlaub fahren. Im Großraum Zeltweg hatte ich zusätzlich noch das Problem, daß am Österreich-Ring irgendeine Veranstaltung war und deshalb fast alles ausgebucht war.

Die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist an sich kein Problem, dauert aber einige Zeit. Von Wien bis St. Michael sollte man doch einen ganzen Tag einplanen.

Aber Achtung! Am Sonntag fährt der Bus zum #003 nicht. Besser man versucht unter der Woche oder am Samstag anzureisen - was eh lange genug dauert. Der Tälerbus wartet in der Regel bei der Endstation auf den Postbus. Räder sollte man aber am Vortag telefonisch ankündigen, da es sich dabei nur um einen Kleinbus handelt. Dann pennt man auf der Sticklerhütte und fährt dann am nächsten Tag los. Bis zum darauffolgenden Sonntag sollte man es bis Bad Radkersburg schaffen. Bis Graz kommt man dann problemlos mit der Bahn, aber dort muß man darauf achten, daß RailJets keine Räder mitnehmen können.

Es gibt auch Busunternehmen, die einen samt Rad von einem Ende der Tour zum anderen bringen. Man könnte also an einem Ende das Auto parken und entweder mit dem Bus zurückfahren oder sich vom Bus samt Rad an den Start bringen lassen. Eine andere Möglichkeit wäre das Auto in Graz zu parken und von dort erst mit Bahn und Bus bis zum Start zu fahren und von Bad Radkersburg dann mit der Bahn zurück zum Auto zu fahren. Postbusse haben im Startgebiet fast immer Radträger am Heck. Den Tälerbus sollte man aber telefonisch vorwarnen, damit er den Anhänger mitbringt.

Wie sind die Tour de Mur Caches?

Schön. Nicht zu dicht und in der Regel schnell und leicht zu finden, sobald man sich auf den jeweiligen Verstecker eingestellt hat. Man merkt tatsächlich, wenn man die ganze Tour in der numerischen Reihenfolge macht, daß da plötzlich jemand anderer zugange war. In Graz fühlte ich mich ein wenig alleingelassen, da in Graz selbst keine Dosen der Serie liegen. Außerdem zerteilt sich der R2 in Graz in mehrere Varianten. Wenn man da noch einige andere Dosen mitnimmt und sich nicht so gut auskennt hat man schnell das Problem den Radweg wiederzufinden und auf Kurs zu kommen.

Fast alle Dosen sind Petlinge und die Koordinaten sind in der Regel recht gut.

Was hat Dir nicht gefallen?

Die inkonsistente Nomenklatur. Und wirklich geärgert habe ich mich über den Teil bei dem die Nummer hinter dem Namen standen. Die sehe ich nämlich in der Liste am Garmin nicht mehr weil der Cachetitel in der Übersicht hinter "Tour de Mur #" abgeschnitten wird.

Bei den Caches bei denen ich Werte für die Bonuscaches ermitteln soll hätte ich gerne eine Erinnerung im Hint gehabt, daß es hier mehr zu tun gibt als nur den Cache zu suchen. Da bei den restlichen 200 Caches nämlich überall die gleiche Beschreibung drinnen ist liest sich die nämlich kein Mensch mehr durch.

Spoilerbilder helfen mir am Garmin nur dann etwas, wenn ich es lange vorher weiß und einen ziemlichen Aufwand treibe um sie auf das Gerät zu bekommen. Wenn es eines gibt, dann sollte im Hint darauf hingewiesen werden, dann drehe ich halt das Telefon auf. Aber stillschweigend ist es - für  mich zumindest - genauso wertlos wie gar nichts.


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